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Keiner lebt für sich allein
Bildgeschichte: "Guck mal ein neuer"
Gedanken von Hugo(innerer Monolog):
- 1. Bild: Er hat bestimmt Angst, weil sie so weit auf ihn zukommen.
- 2. Bild: Er wird sich bestimmt denken was sie mit ihm vorhaben.
- 3. Bild: Er wird sich denken warum sie ihn Gartenzwerg nennen, obwohl sie genauso groß sind wie er.
- 4. Bild: Er wird sich überlegen warum sie seinen Namen wissen wollen.
Theodor Weißenborn: "Die Mutprobe"
mögliche Fortsetzung:
"Wir wollten uns nur bei dir entschuldigen, nach allem was wir dir angetan haben", sagte Rolf. "Wir bewundern deinen Mut, dass du Conny so stehen gelassen hast",sagte Rainer. "Wollen wir nicht Freunde sein?"fragten Rolf und Rainer. "OK", sagte Martin. Rolf und Rainer gingen zu Conny um ihr zu sagen, dass sie nicht mehr in der Klicke sein wollten. Da war Conny ziemlich wütend und tobte vor Wut. Doch es half alles nichts. Rainer und Rolf ließen sich nicht von ihrer Entscheidung ab- bringen.
Szenisches Darstellen
Körpersprache
- Gesicht: das Gesicht verziehen, Gesichter schneiden
- Nase : die Nase rümpfen, die Nase wischen
- Stirn : die Stirn runzeln, an die Stirn fassen
- Zähne : die Zähne fletschen, die Zähne zusammenbeißen
Szene: Radfahrer-Polizist
- Polizist : gerade stehen, Arm angewinkelt, flache Hand - Gesichtsausdruck: normal, etwas ernst
- Radfahrer : steigt vom Fahrrad - Gesichtsausdruck: unschuldig, freundlich
- Polizist : schmunzelnd, Kopf schüttelnd(abwinken und Schulterzuckend)
- Radfahrer : grinsend, abwinkend (Schulternzuckend)
- Polizist : zeigt auf seine Uhr, zieht Augenbrauen hoch, zeigt um sich, zeigt aufs Fahrrad: (droht mit dem Finger), strenger Gesichtsausdruck
- Radfahrer : zweifelnd, sieht sich um (Schulterzucken, Kopfschüttelnd, abwinkend)
- Polizist : wütend, Armbewegung zur Unterstützung, zeigt aufs Fahrrad
- Radfahrer : Schulterzuckend, Zeigt auf Dynamo
- Polizist : wütender, zeigt aufs Fahrrad
- Radfahrer : bückt sich, sucht Dynamo, dreht sich
Gattungen der Literatur
| Lyrik | Epik | Dramatik |
| Aufregende enthusiastische Dichtweise | Klar erzählende Dichtweise | Persönlich handelnde Dichtweise |
| Verkürzte anschauliche Darstellung | Gestaltung von gesell. Zuständen usw. | Umfaßst alle für das Sprechtheater geschriebene Stücke |
| Subjekt spricht über ein Verhältnis zur Welt | Vergangenheit | Aufführung im Theater |
| Gefühle, Empfindungen | Aus Perspektive eines Erzählers oder einer Figur | |
| Gestaltungsmittel: Reim, Strophe, Rhythmus |
Aufbau: Szene, Akte, Aufzüge |
|
| Textsorte: Gedicht, Ballade, Lied |
Textsorte: Geschichte, Märchen, Sagen, Fabeln, Roman |
Textsorte: Schauspiel, Tragödie, Komödie |
Sagen
- Poseidon : Gott des Meeres und aller Gewässer
- Titanen : Angehörige eines riesigen Göttergeschlechtes
- Zeus : Herrscher über Himmel und Erde
- Hera : Gemahlin des Zeus
- Hades : Gott der Unterwelt
- Aphrodite : Göttin der Liebe
- Pandora : Unheil bringendes Weib
Sagen:
Sagen sind mündlich überlieferte, sehr alte Erzählungen. In ihn haben die Menschen ihr fehlendes Wissen über Vorgänge und Ereignisse in Natur und Gesellschaft durch phantastische Dichtungen ergänzt. Sagen sind örtlich und zeitlich gebunden.
Mündliche Nacherzählung
- Geschichte mehrmals lesen
- Aus dem Gedächtnis nacherzählen
- Einbeziehung von Mimik und Gestik, Betonung
- spannend erzählen:
- Pausen
- abwechslungsreiche Wort-und Satzgestaltung
- Schwerpunkte setzen und ausgestalten
- Gestaltung des Anfangs
- Auf Reihenfolge achten
- Schlussgestaltung
- Einbeziehung der Zuhörer
"Prometheus"
Vergleich zweier Nacherzählungen
Unterschiede:
- verständlicher geschrieben
- Einzelheiten ausführlicher
- Beibringen von Arbeiten
- Beschaffenheit der Erde am Anfang
- Schaffung des Menschen
- Figur: Pandora und ihre "Geschenke"
- Rache gegen Prometheus
- zusätzliche Informationen - Erlösung von Prometheus am Ende
- wörtliche Rede
Daidalos
- Daidalos - Erfinder und Baumeister
- Talos - Sohn der Schwester von Daidalos, Erfinder
- Ikarus - Sohn des Daidalos
- Herakles - Sohn des Zeus und Alkemene
- König Minos - Herrscher über Kreta
- Poseidon - Gott des Meeres
- Minotaurus - "Stier des Minos", Doppelwesen von Stier und Mensch
mögliche Einteilung:
- Talos Tod
- Errichtung des Labyrinths (Kreta)
- Das Fliegen
- Daidalos durfte Insel nicht verlassen
- Beobachtete Vögel - Zweck: baute Flügel mit Wachs
- Sohn und Daidalos flogen durch die Luft (mit Flügeln)
- Vater warnte Ikarus
- Beide flogen weiter
- Ikarus vergaß die Warnung
- Kam zu nahe an die Sonne
- Ikarus stürzte in die Tiefe
- Daidalos flog auf eine einsame Insel (begrub Sohn)
Arten
griechischen Göttersagen
Die griechischen Göttersagen hatten besonderen Einfluss auf die europäische Kulturgeschichte. Sie erzählen von Göttervater Zeus und anderen Göttern. Die für die Menschen unbegreiflichen Naturerscheinungen wurden auf das Walten von Göttern zurückgeführt. Zum Beispiel: "Prometheus".
Heldensagen
Die Heldensagen sind meist um eine zentrale Figur gruppiert, von der häufig das äußere und die Charaktereigenschaften, genau beschrieben sind. Die griechischen Heldensagen sind eng mit den Göttersagen verbunden, weil darin auch Götter auftreten. Zum Beispiel: "Nibelungenlied".
Ortssage
In der Ortssage ist das Geschehen an eine Landschaft, eine Stadt, an einen Fluss, an ein Gebäude oder an ein bemerkenswertes Naturdenkmal gebunden. Zum Beispiel: "Der Ritter vom Falkenberg".
Auszüge aus dem Nibelungenlied
Wie werden Siegfried und Kriemhild vorgestellt?
Siegfried:
- mutig, abenteuerlustig
- jung, schon berühmt durch seine Taten
- "Zierde" des Reichs und aller Ritterschaft
- Königssohn aus Xanten (Vater: Siegmund, Mutter: Sieglind)
- mutiger Kämpfer-Drachentöter
- Eroberung des Nibelungenhorts
- Hornhaut, Tarnkappe, schärfste Schwert
- begehrt Kriemhild
Kriemhild:
- wuchs in Burgund auf
- schöne Tugend, Wohlgestalt, Edelsinn
- Beschützer waren Drei Brüder von ihr
- wollte keinen Mann
- wurde begehrt und beneidet
- Mutter: Ute - Vater: Dankrat
Streit zwischen den Könniginnen
Anlass:- Kriemhild stellt Siegfried über alle Recken
- Brühnhild stellt Gunther über Siegfried, sie denkt Siegfried ist Dienstmann
- Kriemhild behauptet, Siegfriedhat Brühnhid,besiegt
- Vorschlag Hagens Siegfried zu Töten
- Streitgespräch mit Brühnhild, durch Kriemhild verursacht
- Folge: Hagen fordert Siegfrieds Tot
- Verrat der verwundbaren Stelle Siegfrieds
- Folge: Tod Siegfrieds
- Rachepläne Kriemhilds - Einladung der Brüder um Hagen zu treffen
- Forderung an Rüdiger, für sie bedingungslos zu kämpfen - Sie enthauptet Hagen
Judith Kerr: "Als Hitler das rosa Kaninchen stahl"
Lesetagebuch:
- 1.Was hat dir besonders gefallen?
- Alles
- 2. Was hast du nicht verstanden?
- Ich habe alles verstanden
- 3. Was erfährst du am Anfang über Anna?
- war neun, aber klein für ihr Alter
- grüne Augen
- dunkles Haar
- Bruder: Max, Freundin: Elsbeth
- Eltern: Juden, aber nicht religiös
- Fräulein Lambeck: Lehrerin
- Vater schreibt Bücher und Zeitungsartikel
- gute Schülerin
- Hausmädchen: Berta
- Anna schreibt Gedichte und malt Bilder dazu
Autobiographie:
- Niederschrift eigener Erlebnisse und Erfahrungen
- Schriftsteller setzt sich mit der eigenen Person, seinen Erlebnissen, Erfahrungen, seiner geistig seelischen Entwicklung auseinander, mit seinen Beziehungen zur Umwelt und ihren gesellschaftlichen und geschichtlichen Ereignissen
- Autobiograph blickt auf einen Lebensabschnitt zurück
Kapitel 1
1. Was erfährt man über die Lebensumstände der Familie?
- Familie ist in der Umgebung bekannt
- Vater schreibt Bücher und Zeitungsartikel
- können sich viel leisten (zum Beispiel: Hausmädchen)
- finanziell abgesichert
- verstehen sich sehr gut
- können oft zu Veranstaltungen gehen
- alles dreht sich um die Wahlen
- Kinder prügeln sich wegen verschiedener Meinungen
- jüdische Familien machen sich Sorgen wegen Hitler
Veränderung der Lebensumstände
Umzug in die Schweiz:
Aufgeben des Hauses, Verlust der liebsten Sachen, zurücklassen des Personals, wohnen in "besseren" Hotel, dann Umzug in Gasthaus, weniger Geld
Umzug nach Paris:
Enge Mietwohnung, finanzielle Situation verschlechterte sich immer mehr, haben Schwierigkeiten die Miete zu bezahlen, können sich nur das Wichtigste leisten
Veränderung der persönlichen, inneren Situation von Anna
Abschied von Freunden, Verständigungsprobleme, Lebensraum ist eingeengt, Isolation, keine Freunde, Schwierigkeiten sich einzuleben
Im Taxi schlief Anna langsam ein. Als sie am Hotel angekommen waren, sahen sie schon, das es ein sehr schönes Hotel war. Sie gingen alle hinein. Mama fragte auf Englisch ob sie ein Zimmer freihätten. Da sagte der Mann hinter dem Podest irgendetwas, was Anna aber nicht verstand. Dann gab er Mama einen Schlüssel und führte sie nach oben in den zweiten Stock. Das Zimmer war wunderschön und funkelte und glänzte. Sie hatten sich gut eingelebt in der ersten Woche und seit drei Tagen schrieb Vater wieder an einem neuen Buch, auch mit dem Geld ging es wieder aufwärts. Anna und Max fanden es sehr schön in England und das sollte auch immer so bleiben.
Buchempfehlung
- Angaben zum Text, Verfasser, evtl. Verlag
- Inhaltsangabe (Spannung erzeugen und erhalten)
- Hauptperson, Ort, Zeit
- Wiedergabe der Handlung im zeitlichen und ursächlichen Zusammenhang
- Sprache in Inhaltsangabe ist geprägt durch:
- Kürze
- sachliche, nicht bildhafte Sprache
- Tempus: Präsens
- Stichpunkte!!
- Vorzüge des Buches
- Textform
- Passage von 2-4 Seiten vorlesen
- langsames Tempo
- Betonung, Lautstärke
- auf Stimmführung achten
- nach Punkt Luft holen
Sprachliche Mittel:
Vergleich:
zwischen zwei Bereichen, die sich durch irgendeine Gemeinsamkeit auszeichnen wird eine Beziehung hergestellt
...tief wie das Meer...
...schmeckt honigsüß...
Metapher:
eine bekannte Wortdeutung wird von dem gewohnten Bedeutungszusammenhang auf einem anderen übertragen, so dass eine neue Bedeutung entsteht
Flut der Eindrücke
In der Blüte des Lebens
Symbol:
ein Zeichen, das über sich hinaus auf einen höheren Bereich weist
- weiße Taube = Frieden
- rot = Liebe
Personifizierung:
Eigenschaften, Gefühle oder Handlungsweisen belebter Wesen, werden auf unbelebtes übertragen.
Weiß, das mir die Augen langsam schließt...
der Wind schweigt
Mählig durchbrechende Sonne
Schöner, heller, warmer Sand.
Drin liege ich.
Inmitten vieler badelustiger Menschen.
Ein belebendes, lichtwühtig, lichtwogiges blau, das mir die Augen langsam... ganz... langsam schließt. Wehende... Luft... kaum merklich das Wassergeplätscher, ein leises Radio. Nun bin ich fern von jeder Welt, ein sanftes Rot erfüllt mich ganz, und deutlich spüre ich, wie mir ein Käfer über den Arm rennt.
Minutenlang.
Versunken alles... Nur noch ich.
Selig!
Wilhelm Busch: Ein dicker Sack
Ein voller Sack, den Bauer Bolte,
Der ihn zur Mühle tragen wollte
Um auszuruhn mal hingestellt,
Dicht an ein reifes Ährenfeld,
Legt sich in würdevolle Falten,
und fängt`ne Rede an zu halten:
"Ich" sprach er "bin der volle Sack,
Ihr Ähren seid nur dünnes Pack,
Ich bin`s der euch auf dieser Welt,
In Einigkeit zusammenhält.
Ich bin`s der hoch vonnöten ist,
Dass euch das Federvieh nicht frißt
Ich, dessen hohe Fassungskraft.
Euch schließlich in die Mühle schafft.
Verneigt euch tief, denn ich bin der
Was wäret ihr, wenn ich nicht wär."
Sanft rauschen die Ähren:
"Du wärst ein leerer Schlauch,
Wenn wir nicht wären."
Eigenschaften von Ähre und Sack
| Sack | Ähren |
| eingebildet, wichtig tuend | überlegen, ruhig, gelassen |
| angeberisch, egoistisch | schlau |
Wie verhalten sie sich?
Sie sprechen und Handeln wie Menschen.Lehre:
Du wärst ein leerer Schlauch, wenn wir nicht wären.
Das heißt: Vergiss nicht, was andere für dich tun. Sei kein Angeber.
Lyrik
Reimformen
Endreime:
- Kreuzreim
- Haus-Blick-Strauß-Glück (a,b,a,b)
- Paarreim
- Sonne-Wonne-frei-sei (a,a,b,b)
- umschließender Reim
- geben-Güte-Blüte-leben (a,b,b,a)
- Haufenreim
- Schein-sein-Bein-Wein (a,a,a,a)
- verschränkte Reim
- lässt-groß-Pracht-fest-los-Macht (a,b,c,a,b,c)
- Schweifreim
- Nacht-wacht-Leben-Ende-Wende-streben-Schein-Wein-geben (a,a,b,c,c,b,d,d,b)
Halbreim
nur Vokale stimmen überein alt-hinan-kam-darf
Rhythmus-Metrum
- besondere Bedeutung für die Lyrik
- hat rhythmische Gestaltung der Sprache
- man unterscheidet den gebundenen oder regelmäßigen Rhythmus vom freien Rhythmus
- gebundene/regelmäßige Rhythmus:
- regelmäßiges/sich wiederholendes Metrum(Wechsel von betonten und unbetonten Silben)
- freien/unregelmäßigen Rhythmus:
- ohne festes metrisches Schema